Nun war es soweit, das Sommerfest der Studentischen-Segelvereinigung-Wuppertal (SSVW) wurde mir als nächstes Ereignis auf dem Kalender meines Smartphones angezeigt. Nach dem Studium in den Beruf gestartet, aufgrund der Probezeit für die Prüfungswoche keinen Urlaub nehmen könnend, die erste Möglichkeit meine Segelkameraden wiederzusehen.

Der Treffpunkt war natürlich, wie es sich für Segler gehört, nicht über den Landweg zu erreichen. Wer also bereits am Freitag am Sommerfest auf der Insel Nieuwe Kruispolle (NL) teilnehmen wollte, konnte entweder gut schwimmen, war stolzer Besitzer eines Bootes oder würde ein Boot chartern müssen. Trotz meiner nicht zu unterschätzenden Schwimmfähigkeiten, entschied ich mich für die Überfahrt mit einem Boot. Hierzu passte es, dass Sascha, seines Zeichens Marot Koordinator, noch Mitsegler für das Vereinsboot suchte.

 

 

Fr. 21.09.2019

Nach einem kurzen Arbeitstag und einer Fahrstrecke von knapp 300 km kam ich voller Vorfreude in Elahuizen, dem Heimathafen der Marot, an. Kurz das Gepäck verstaut und mit einem auf der Marot zubereitetem Bohneneintopf gestärkt, wurde abgelegt. Aufgrund einer Windflaute legten wir die Seemeile bis zur Nieuwe Kruispolle unter Motor zurück. Am Treffpunkt angekommen, trudelten nach und nach Boote samt bekannter Segelgesichter ein. Auch nach dem Abendessen vom Grill und einem warmen Grolsch aus der Sitzbank der Marot, freuten wir uns über die Lichter in der Dunkelheit, denn da kamen noch einige Nachzügler. Für jeden wurde eine Anlegestelle gefunden oder aber man hat im Dreier-Päckchen angelegt. Im Verein hält man zusammen dies wurde auch deutlich, als um 22 Uhr erneut ein Boot ablegte, um auch den letzten Segler mit dem Namen Leon in Elahuizen abzuholen. Er wurde zur Begrüßung mit Bier auf der Insel empfangen. Nach zahlreichen Geschichten und Diskussionen unter sternenklarem Nachthimmel gingen alle in freudiger Erwartungen auf den nächsten Tag in ihre jeweilige Kajüte.

           

 

Sa. 22.09.2019

Nach dem Frühstücken auf der Marot und dem Zähneputzen am Steg hieß es, geplante Ablegezeit 1000 für den Törn. Dies schafften wir nicht ganz, da Sascha mich und zwei weitere Mitglieder in Punkto Seeventile, Motor, Ölstand, Logbuch, etc. auf der Marot einwies. Als auch wir um 11 Uhr ablegten, waren bereits alle Boote außer Sichtweite. Nieuwe Kruispolle Richtung Süden verlassend, reihten wir uns ins Fahrwasser gen Südwesten ein. Anfangs noch unter Motor und Segel nahmen wir Kurs auf Stavoren. Eine Brücke und zahlreiche Santiano Songs später legten wir für einen kurzen Stopp in Stavoren an. Dort stärkten wir uns mit Kibbeling und deckten uns fürs Abendessen mit Grillfleisch ein. Um anschließend aufs IJsselmeer zu gelangen, mussten wir uns in die Schlange einreihen und die Schleuse passieren. Auf dem IJsselmeer angekommen, hissten wir die Segel und segelten mit Halbwindkurs Richtung Norden.

                                                

Nach einiger Zeit hieß es erneut Segel bergen, um unter Motor in den sich auf Steuerbord befindenden Kanal zu fahren. Zu Beginn noch über schwimmende Personen vor der Schleuse aufregend, stellten wir schnell fest, dass dies unsere Leute im Wasser waren. Da die Schleuse zur Mittagszeit geschlossen hatte, war es uns gelungen verlorene Seemeilen gut zu machen und die restlichen Vereinsmitglieder einzuholen. Im Päckchen angelegt, bot ein Sprung ins kühle Nass die ideale Möglichkeit die Wartezeit zu überbrücken. Nach dem Öffnen der Schleuse hatten wir noch zahlreiche Brücken zu passieren, um am späten Nachmittag bei Hetti anzulegen.

                                  

 Wie jedes Jahr Pfingsten, also während der Ausbildungswoche, gab es auch für das Sommerfest die Möglichkeit dort zu Zelten und mit dem Auto anzureisen. Um die über 25 erschienen Vereinsmitglieder zu stärken bedurfte es der Befeuerung von zahlreichen Grills. Gespeist wurde anschließend an einer langen Theke, welche sich durch das Zusammenstellen von mehreren Campingtischen ergab. Bis tief in die Nacht tauschten wir uns aus und nahmen natürlich auch die eine oder andere Flüssignahrung zu uns. Wem es zu kalt wurde, der konnte sich noch an den lange brennenden Grills wärmen.

 

So. 23.09.2019

Nach dem Frühstück und dem Aufräumen des am Abend verursachten Chaos, hieß es Abschied nehmen und auf ein baldiges Wiedersehen hoffen. Für mich und ein weiteres Vereinsmitglied hieß es noch An- und Ablegen üben, bis wir uns schließlich mit der Marot in Richtung Elahuizen aufmachten. Dort angelegt wurde das Boot leergeräumt und anschließend auf Ankunftszustand gereinigt. Erneut hieß es auf Wiedersehen sagen und alle traten die Rückreise auf dem Landweg an.

 

Vorbei war das gelungene Sommerfest der Studentischen-Segelvereinigung-Wuppertal 2019!!!

 

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